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	<title>Kommentare für Wie das Wachstum in unser Denken kam</title>
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	<description>Ein weiterer http://boellblog.org Blog</description>
	<lastBuildDate>Sat, 24 Sep 2011 16:40:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Kritik an Welzer: Ohne Politik geht auch nix! von Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/07/27/kritik-an-welzer-ohne-politik-geht-auch-nix/#comment-562</link>
		<dc:creator>Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 16:40:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] die Zeit vor dem „bürgerlich-kapitalistischen“ Zeitalter indirekt zu glorifizieren scheint und meine Kritik an Welzers Politikverständnis generell habe ich schon geäußert. Interessant war aber der Gedanke, wie „schwierig [es ist,] [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] die Zeit vor dem „bürgerlich-kapitalistischen“ Zeitalter indirekt zu glorifizieren scheint und meine Kritik an Welzers Politikverständnis generell habe ich schon geäußert. Interessant war aber der Gedanke, wie „schwierig [es ist,] [...]</p>
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		<title>Kommentar zu Hannes Böhm: Weg mit „wachsen“, her mit Mensch sein! von Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/17/hannes-boehm-boell-wachstum/#comment-561</link>
		<dc:creator>Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 16:40:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] hinterfragen doch schon den ersten Schritt. Den Kritischen Blick muss sich auch Hannes erhalten. Er beschreibt wie er nach zwei Semestern VWL aufgehört hat, das Wort „Gewinnmaximierung“ zu hinterfragen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hinterfragen doch schon den ersten Schritt. Den Kritischen Blick muss sich auch Hannes erhalten. Er beschreibt wie er nach zwei Semestern VWL aufgehört hat, das Wort „Gewinnmaximierung“ zu hinterfragen. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu David Rinnert: (Selbst-)Zweifel eines Studenten von Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/09/david-rinnert-boell-wachstums/#comment-560</link>
		<dc:creator>Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 16:39:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wachstum.boellblog.org/?p=48#comment-560</guid>
		<description>[...] werden können. Weitere gute Beiträge in diesem Blog &#8211; um einige zu nennen &#8211; waren der Hinweis von Jost auf die Beschleunigungstheorie und eine neue „temporale Elite“ oder Victorias Gedanken darüber, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] werden können. Weitere gute Beiträge in diesem Blog &#8211; um einige zu nennen &#8211; waren der Hinweis von Jost auf die Beschleunigungstheorie und eine neue „temporale Elite“ oder Victorias Gedanken darüber, [...]</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Lukas Rantzau: Bericht vom Attac Kongress von Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/06/28/lukas-rantzau-bericht-vom-attac-kongress/#comment-559</link>
		<dc:creator>Ende dieses Debattenblogs. Doch ein erster Schritt ist getan. &#171; Wie das Wachstum in unser Denken kam</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 16:38:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Fragen geht weiter. Er wurde durch Publikationen (z.B. von Tim Jackson, Harald Welzer), den Attac-Kongress und die vielen neuen Foren des Gedankenaustausches &#8211; von der Enquêtekommission des Deutschen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Fragen geht weiter. Er wurde durch Publikationen (z.B. von Tim Jackson, Harald Welzer), den Attac-Kongress und die vielen neuen Foren des Gedankenaustausches &#8211; von der Enquêtekommission des Deutschen [...]</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Einleitung zur Debatte von Georg Koessler</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/06/einleitung-wachstum-debatte/#comment-44</link>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 16:30:04 +0000</pubDate>
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		<description>Dieser Beitrag wurde auch im interessanten &quot;Postwachstums-Blog&quot; verlinkt: http://blog.postwachstum.de/cradle-to-cradle%C2%AE-%E2%80%93-wettbewerb-ohne-wachstumszwang-20110711/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag wurde auch im interessanten &#8220;Postwachstums-Blog&#8221; verlinkt: <a href="http://blog.postwachstum.de/cradle-to-cradle%C2%AE-%E2%80%93-wettbewerb-ohne-wachstumszwang-20110711/" rel="nofollow">http://blog.postwachstum.de/cradle-to-cradle%C2%AE-%E2%80%93-wettbewerb-ohne-wachstumszwang-20110711/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mareike R.: Die Transformation vor meinem Fenster von Georg Koessler</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/06/14/mareike-rehl-boell-wachstu/#comment-71</link>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 12:03:03 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Es ist die Stunde der BürgerInnen&quot; schreibst Du, und appellierst dabei an Partizipation und Engagement. Fein. Auch dein Schlusssatz bekräftigt dies noch einmal und geht darüber hinaus: &quot;Vielmehr ist ein breites demokratisches Fundament ausschlaggebend und nachhaltig.&quot; Demokratisch. Richtig. MitbestimmungsRECHTE und GLEICHHEIT der Meinungen sind also auch wichtig. Ich kann mich da nur sehr stark anschließen und denke auch, dass der bloße Appell an die Menschen nicht reicht. Es müssen die Strukturen so verändert werden, dass wir alle demokratisch teilhaben können und wollen. Die Konsequenz daraus sehe ich aber ander: nicht die LOHAS usw. können diesen Wandel von unten herbeiführen, zumindest nicht alleine. Dafür sind sich zumindest die LOHAS viel zu schick. Die kümmert es wenig, wenn Energiearmut sich auf dem Land breit macht oder Sanierungen Leute an die Ränder der Städte drängen. Das wachstumsarme Leben der LOHAS ist reflexiv; es geht immer nur darum, wie ICH mich verändere, was ICH konsumiere und wie ICH dadurch die Welt rette. An die Allgemeinheit denkt ein einzelner Mensch nie ausreichend, dazu bedarf es einer überindividuellen Instanz. Das kann eine Gemeinschaft oder Gesellschaft sein, am sinnvollsten der demokratische Staat. Er muss die Freiräume, welche Du ja auch forderst, erst schaffen, damit sich dort sowohl LOHAS als auch Wachstumbefriedigte aufhalten können. Der Staat ist nicht die Antwort unserer Probleme, aber ohne ihn ist die kulturelle Revolution da, wo das Mädchen mit dem blau-gepunkteten Shirt ist: nur im Kopf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es ist die Stunde der BürgerInnen&#8221; schreibst Du, und appellierst dabei an Partizipation und Engagement. Fein. Auch dein Schlusssatz bekräftigt dies noch einmal und geht darüber hinaus: &#8220;Vielmehr ist ein breites demokratisches Fundament ausschlaggebend und nachhaltig.&#8221; Demokratisch. Richtig. MitbestimmungsRECHTE und GLEICHHEIT der Meinungen sind also auch wichtig. Ich kann mich da nur sehr stark anschließen und denke auch, dass der bloße Appell an die Menschen nicht reicht. Es müssen die Strukturen so verändert werden, dass wir alle demokratisch teilhaben können und wollen. Die Konsequenz daraus sehe ich aber ander: nicht die LOHAS usw. können diesen Wandel von unten herbeiführen, zumindest nicht alleine. Dafür sind sich zumindest die LOHAS viel zu schick. Die kümmert es wenig, wenn Energiearmut sich auf dem Land breit macht oder Sanierungen Leute an die Ränder der Städte drängen. Das wachstumsarme Leben der LOHAS ist reflexiv; es geht immer nur darum, wie ICH mich verändere, was ICH konsumiere und wie ICH dadurch die Welt rette. An die Allgemeinheit denkt ein einzelner Mensch nie ausreichend, dazu bedarf es einer überindividuellen Instanz. Das kann eine Gemeinschaft oder Gesellschaft sein, am sinnvollsten der demokratische Staat. Er muss die Freiräume, welche Du ja auch forderst, erst schaffen, damit sich dort sowohl LOHAS als auch Wachstumbefriedigte aufhalten können. Der Staat ist nicht die Antwort unserer Probleme, aber ohne ihn ist die kulturelle Revolution da, wo das Mädchen mit dem blau-gepunkteten Shirt ist: nur im Kopf.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Max Pichl: Die Revolutionierung des Subjekts von Jochen Tittel</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/24/max-pichl-boell-wachstum/#comment-70</link>
		<dc:creator>Jochen Tittel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 17:41:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wachstum.boellblog.org/?p=81#comment-70</guid>
		<description>Meinen Beitrag zur Debatte um Welzers Essay verbinde ich mit einigen Bemerkungen zum attac-Kongreß „Jenseits des Wachstums“, denn erst durch den Besuch der Forumsveranstaltung mit Harald Welzer bin ich auf diese Schrift gestoßen.
Ich begrüße sowohl diesen Kongreß als auch Welzers Essay als Schritte zur Bewußtmachung der Problematik der Wachstumsgesellschaft, aber von beiden bin ich auch enttäuscht worden. Ich bin der Ansicht, daß die Herrschaftsverhältnisse das zugrundeliegende Übel sind, welches nicht nur den Wachstumszwang, sondern auch alle anderen Probleme unserer menschlichen Existenz auf diesem Planeten hervorbringen. Daß dieser Zusammenhang nicht (oder nur unzureichend) ins Bewußtsein der Gesellschaft dringt, ist normal für eine Herrschaftsgesellschaft – sonst wäre sie nicht, was sie ist. Daß aber ein Autor, der sich um kritische Distanz zum mainstream und Offenheit für Alternativen bemüht, daß ein Kongreß, der sich Gleiches zum Ziel gemacht hat, diesen Zusammenhang nicht deutlich herausstellt, sondern höchstens nebenbei zur Kenntnis nimmt, das hat mich schon sehr verblüfft. Ich konnte natürlich nur einen Teil der zahlreichen Veranstaltungen besuchen und will deshalb nicht vorschnell urteilen, aber überall da, wo ich teilnehmen konnte, hatte ich immer den selben Eindruck. Ich habe mich mehrfach an den Diskussionen beteiligt und auf diesen Zusammenhang hingewiesen, hatte aber immer den Eindruck, niemanden zu erreichen. Da ich denke, daß ich meine Worte durchaus deutlich und verständlich gewählt habe, kann ich mir diese Reaktion – bzw. Nicht-Reaktion – nur so erklären, daß eine schmerzhafte Wahrheit nicht gern erkannt und lieber verdrängt wird. Daraus folgt für mich, daß weder auf dem Kongreß noch in Welzers Schrift die entscheidende Frage – die nach den Ursachen des Wachstumszwangs – befriedigend beantwortet wurde.
Im Forum am Samstag Nachmittag äußerte Welzer, daß ein Zeitpunkt für den Beginn der Entwicklung des Wachstumszwangs nicht angegeben werden könne – es habe so nach und nach angefangen. Ich habe ihm da widersprochen, er hat es gehört, ist aber nicht weiter darauf eingegangen. Natürlich verwundert diese Unklarheit nicht, wenn man den Zeithorizont der Betrachtung so kurz wählt, wie er es in seinem Essay tut. 
Daß das Wachstumskonzept erst seit einigen Jahren (oder Jahrzehnten) ins gesellschaftliche Bewußtsein gerückt ist, zeigt aber nur, daß dieses dem gesellschaftlichen Sein hinterherhinkt. Im Bewußtsein einzelner Menschen existiert die Problematik schon viel länger (Laudse, Buddha, …).
In „Mentale Infrastrukturen“ schreibt Welzer (S. 12 f): „ … Wege aus dem Wachstum und Strategien hin zur postcarbonen Gesellschaft werden vorwiegend auf technologischer und ordnungs- und anreizpolitischer Ebene gesucht; Lebenswelt und Mentalitäten tauchen als Variablen in den technoiden Szenarien der &lt;&gt; nicht auf; in den Politikstilen der Gegenwart schon gar nicht. Deshalb scheint ein Blick auf die Genese der mentalen Infrastrukturen in den frühindustrialisierten Ländern überfällig, weil er Hinweise auf die soziologischen und psychologischen Hürden [Ich frage mich, ob das nicht soziale und psychische Hürden sind ?] und Locked-in-Strukturen geben kann, die den Umbau von der Wachstums- zur Postwachstumsgesellschaft so außerordentlich schwierig machen“ dem kann und will ich beipflichten. Wenn dann aber folgt: „ … Promotoren von Wachstumsvorstellungen liegen mithin auch im Markt, in der Wissenschaft, im Kolonialismus und nicht nur in der Energieerzeugung, ...“, dann weiß ich nicht, wie ich mir erklären soll, daß der Hauptfaktor Herrschaft gar nicht erwähnt wird.In der Diskussion um die Wachstumsfaktoren wird außer den obigen noch manches aufgeführt: Bevölkerungswachstum, Geldsystem, protestantische Ethik, … . Ich behaupte, keiner dieser Begriffe bezeichnet Wachstumsfaktoren per se, nicht der Markt, nicht das Geldsystem, nicht die Bevölkerungsentwicklung und nichteinmal der Kolonialismus (usw.). Alle diese Erscheinungen werden erst unter Herrschaftsverhältnissen zu Faktoren des Wachstumszwanges. 
Herrschaft = Wachstumszwang !
Herrschaftsgesellschaften können nur wachsen oder zugrunde gehen.
Herrschaft tendiert zwangsläufig zum Absoluten (also zur Weltherrschaft).
In Herrschaftsgesellschaften werden die menschlichen Grundbedürfnisse nach Freiheit und gegenseitiger Anerkennung nicht befriedigt; stattdessen werden Ersatzbefriedigungen geboten. Daraus folgt die Dynamik der Sucht, die keine natürlichen Grenzen kennt, außer der Selbstzerstörung. Welche Droge dabei konsumiert wird, ist gleichgültig, es kann Heroin sein oder Arbeit, Fernsehunterhaltung oder eben Konsum. 
Die Versuche, unser zwanghaftes Wachstum zu beschränken, indem man an dem einen oder anderen Symptom herumdoktert, können nicht zum Erfolg führen, wenn nicht die Herrschaft als das zugrunde liegende Übel der menschlichen Gesellschaften beseitigt wird, welches soweit man das heute sehen kann, vor ca. 8000 Jahren mit der Erfindung des Patriarchats begonnen hat.
Seit dem kann man die Symptome zwanghaften Wachstums in menschlichen Gesellschaften nachweisen, auch wenn sie im Bewußtsein dieser Gesellschaften unter anderen Namen und im Kontext anderer Vorstellungen als unserer heutigen firmieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meinen Beitrag zur Debatte um Welzers Essay verbinde ich mit einigen Bemerkungen zum attac-Kongreß „Jenseits des Wachstums“, denn erst durch den Besuch der Forumsveranstaltung mit Harald Welzer bin ich auf diese Schrift gestoßen.<br />
Ich begrüße sowohl diesen Kongreß als auch Welzers Essay als Schritte zur Bewußtmachung der Problematik der Wachstumsgesellschaft, aber von beiden bin ich auch enttäuscht worden. Ich bin der Ansicht, daß die Herrschaftsverhältnisse das zugrundeliegende Übel sind, welches nicht nur den Wachstumszwang, sondern auch alle anderen Probleme unserer menschlichen Existenz auf diesem Planeten hervorbringen. Daß dieser Zusammenhang nicht (oder nur unzureichend) ins Bewußtsein der Gesellschaft dringt, ist normal für eine Herrschaftsgesellschaft – sonst wäre sie nicht, was sie ist. Daß aber ein Autor, der sich um kritische Distanz zum mainstream und Offenheit für Alternativen bemüht, daß ein Kongreß, der sich Gleiches zum Ziel gemacht hat, diesen Zusammenhang nicht deutlich herausstellt, sondern höchstens nebenbei zur Kenntnis nimmt, das hat mich schon sehr verblüfft. Ich konnte natürlich nur einen Teil der zahlreichen Veranstaltungen besuchen und will deshalb nicht vorschnell urteilen, aber überall da, wo ich teilnehmen konnte, hatte ich immer den selben Eindruck. Ich habe mich mehrfach an den Diskussionen beteiligt und auf diesen Zusammenhang hingewiesen, hatte aber immer den Eindruck, niemanden zu erreichen. Da ich denke, daß ich meine Worte durchaus deutlich und verständlich gewählt habe, kann ich mir diese Reaktion – bzw. Nicht-Reaktion – nur so erklären, daß eine schmerzhafte Wahrheit nicht gern erkannt und lieber verdrängt wird. Daraus folgt für mich, daß weder auf dem Kongreß noch in Welzers Schrift die entscheidende Frage – die nach den Ursachen des Wachstumszwangs – befriedigend beantwortet wurde.<br />
Im Forum am Samstag Nachmittag äußerte Welzer, daß ein Zeitpunkt für den Beginn der Entwicklung des Wachstumszwangs nicht angegeben werden könne – es habe so nach und nach angefangen. Ich habe ihm da widersprochen, er hat es gehört, ist aber nicht weiter darauf eingegangen. Natürlich verwundert diese Unklarheit nicht, wenn man den Zeithorizont der Betrachtung so kurz wählt, wie er es in seinem Essay tut.<br />
Daß das Wachstumskonzept erst seit einigen Jahren (oder Jahrzehnten) ins gesellschaftliche Bewußtsein gerückt ist, zeigt aber nur, daß dieses dem gesellschaftlichen Sein hinterherhinkt. Im Bewußtsein einzelner Menschen existiert die Problematik schon viel länger (Laudse, Buddha, …).<br />
In „Mentale Infrastrukturen“ schreibt Welzer (S. 12 f): „ … Wege aus dem Wachstum und Strategien hin zur postcarbonen Gesellschaft werden vorwiegend auf technologischer und ordnungs- und anreizpolitischer Ebene gesucht; Lebenswelt und Mentalitäten tauchen als Variablen in den technoiden Szenarien der &lt;&gt; nicht auf; in den Politikstilen der Gegenwart schon gar nicht. Deshalb scheint ein Blick auf die Genese der mentalen Infrastrukturen in den frühindustrialisierten Ländern überfällig, weil er Hinweise auf die soziologischen und psychologischen Hürden [Ich frage mich, ob das nicht soziale und psychische Hürden sind ?] und Locked-in-Strukturen geben kann, die den Umbau von der Wachstums- zur Postwachstumsgesellschaft so außerordentlich schwierig machen“ dem kann und will ich beipflichten. Wenn dann aber folgt: „ … Promotoren von Wachstumsvorstellungen liegen mithin auch im Markt, in der Wissenschaft, im Kolonialismus und nicht nur in der Energieerzeugung, &#8230;“, dann weiß ich nicht, wie ich mir erklären soll, daß der Hauptfaktor Herrschaft gar nicht erwähnt wird.In der Diskussion um die Wachstumsfaktoren wird außer den obigen noch manches aufgeführt: Bevölkerungswachstum, Geldsystem, protestantische Ethik, … . Ich behaupte, keiner dieser Begriffe bezeichnet Wachstumsfaktoren per se, nicht der Markt, nicht das Geldsystem, nicht die Bevölkerungsentwicklung und nichteinmal der Kolonialismus (usw.). Alle diese Erscheinungen werden erst unter Herrschaftsverhältnissen zu Faktoren des Wachstumszwanges.<br />
Herrschaft = Wachstumszwang !<br />
Herrschaftsgesellschaften können nur wachsen oder zugrunde gehen.<br />
Herrschaft tendiert zwangsläufig zum Absoluten (also zur Weltherrschaft).<br />
In Herrschaftsgesellschaften werden die menschlichen Grundbedürfnisse nach Freiheit und gegenseitiger Anerkennung nicht befriedigt; stattdessen werden Ersatzbefriedigungen geboten. Daraus folgt die Dynamik der Sucht, die keine natürlichen Grenzen kennt, außer der Selbstzerstörung. Welche Droge dabei konsumiert wird, ist gleichgültig, es kann Heroin sein oder Arbeit, Fernsehunterhaltung oder eben Konsum.<br />
Die Versuche, unser zwanghaftes Wachstum zu beschränken, indem man an dem einen oder anderen Symptom herumdoktert, können nicht zum Erfolg führen, wenn nicht die Herrschaft als das zugrunde liegende Übel der menschlichen Gesellschaften beseitigt wird, welches soweit man das heute sehen kann, vor ca. 8000 Jahren mit der Erfindung des Patriarchats begonnen hat.<br />
Seit dem kann man die Symptome zwanghaften Wachstums in menschlichen Gesellschaften nachweisen, auch wenn sie im Bewußtsein dieser Gesellschaften unter anderen Namen und im Kontext anderer Vorstellungen als unserer heutigen firmieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hannah Hüdepohl: Wachstum als Lebensprinzip? von Hannah Hüdepohl</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/11/hannah-huedepohl-boell-wachstum/#comment-68</link>
		<dc:creator>Hannah Hüdepohl</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 14:45:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wachstum.boellblog.org/?p=62#comment-68</guid>
		<description>Lieber Georg,

entschuldige meine späte Antwort. Ich habe jetzt dreimal den Fehler gemacht, dass ich meinen Namen oben nicht eingetragen hab und dann war jedesmal der Kommentar weg...viellecht könnte mensch das nutzerfreundlicher einstellen?
Ich kann diese Fragen auch nicht wirklich beantworten. Ich glaube, dass wir von allem brauchen. Es gibt leider kein Patentrezept, allerdings wäre es dann ja auch langweilig?! Die wichtigste Frage, die sich mir stellt, ist wie wir mit diesem Wirtschaftssystem in Zukuft umgehen wollen. Was sind die richtigen Ansätze, um die Macht der Konzerne zu brechen und die Politik wieder zu einem unabhängigen und transparenten  Akteur werden zu lassen, der bedürfnis- und nicht wirtschaftsorientiert handelt? Welche Maßnahmen der Zivilbevölkerung machen da Sinn? Die Macht des Konsumenten scheint mir hier nicht ausreichend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Georg,</p>
<p>entschuldige meine späte Antwort. Ich habe jetzt dreimal den Fehler gemacht, dass ich meinen Namen oben nicht eingetragen hab und dann war jedesmal der Kommentar weg&#8230;viellecht könnte mensch das nutzerfreundlicher einstellen?<br />
Ich kann diese Fragen auch nicht wirklich beantworten. Ich glaube, dass wir von allem brauchen. Es gibt leider kein Patentrezept, allerdings wäre es dann ja auch langweilig?! Die wichtigste Frage, die sich mir stellt, ist wie wir mit diesem Wirtschaftssystem in Zukuft umgehen wollen. Was sind die richtigen Ansätze, um die Macht der Konzerne zu brechen und die Politik wieder zu einem unabhängigen und transparenten  Akteur werden zu lassen, der bedürfnis- und nicht wirtschaftsorientiert handelt? Welche Maßnahmen der Zivilbevölkerung machen da Sinn? Die Macht des Konsumenten scheint mir hier nicht ausreichend.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hannah Hüdepohl: Wachstum als Lebensprinzip? von Hannah Hüdepohl</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/11/hannah-huedepohl-boell-wachstum/#comment-67</link>
		<dc:creator>Hannah Hüdepohl</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 14:27:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wachstum.boellblog.org/?p=62#comment-67</guid>
		<description>Hallo Tim, 

ich stimme dir zu, dass die Verdrängungsmechanismen der Menschen stark sind. Jedoch empfinde ich viele Menschen als pessimistisch eingestellt und die Berichterstattung der Nachrichten eher als niederschmetternd. Dass dies im gleichen Verhalten resultieren kann, sehe ich auch: &quot;Wenn eh alles den Bach runter geht, kann ich auch nochmal richtig aufs Gas drücken!&quot;. Das ist meine Empfindung, vielleicht beobachtest du etwas anderes? Es sind alles Teilwahrheiten. Ich glaube auch nicht, dass die Komplexität der gesellschaftlichen Vorgänge mit eine wissenschaftlichen Theorie erklärt werden können, weil sie zu vielfältig sind. So stelle ich mir auch eine Widerstandsbewegung vor. Lokal agierend, global vernetzt und mobilisierbar, bedürfnisorientiert, vielfältig, kreativ und schlagfertig. Nur die Übermacht der Konzerne lassen bei mir manchmal eine gewisse Ohnmacht entstehen. Was verstehst du unter ernsthaft?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Tim, </p>
<p>ich stimme dir zu, dass die Verdrängungsmechanismen der Menschen stark sind. Jedoch empfinde ich viele Menschen als pessimistisch eingestellt und die Berichterstattung der Nachrichten eher als niederschmetternd. Dass dies im gleichen Verhalten resultieren kann, sehe ich auch: &#8220;Wenn eh alles den Bach runter geht, kann ich auch nochmal richtig aufs Gas drücken!&#8221;. Das ist meine Empfindung, vielleicht beobachtest du etwas anderes? Es sind alles Teilwahrheiten. Ich glaube auch nicht, dass die Komplexität der gesellschaftlichen Vorgänge mit eine wissenschaftlichen Theorie erklärt werden können, weil sie zu vielfältig sind. So stelle ich mir auch eine Widerstandsbewegung vor. Lokal agierend, global vernetzt und mobilisierbar, bedürfnisorientiert, vielfältig, kreativ und schlagfertig. Nur die Übermacht der Konzerne lassen bei mir manchmal eine gewisse Ohnmacht entstehen. Was verstehst du unter ernsthaft?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hannah Hüdepohl: Wachstum als Lebensprinzip? von Jan Steinmetz</title>
		<link>http://wachstum.boellblog.org/2011/05/11/hannah-huedepohl-boell-wachstum/#comment-66</link>
		<dc:creator>Jan Steinmetz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 12:19:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wachstum.boellblog.org/?p=62#comment-66</guid>
		<description>Hallo Hanna, schöner Artikel.

Ich muss kurz etwas klar stellen:

Es gibt kein politisches System, nur einen politischen Organismus.
Die Institutionen der heutigen Gesellschaften sind nicht von einer übermächtigen Macht in die Welt gesetzt worden, sondern im Laufe der Geschichte von Menschen erfunden, gebildet und weiterentwickelt worden. So kann man also nicht von einem in sich funktionierenden System sprechen.

Dein Traum ist genau die Art von Traum, die viele Menschen träumen, glaube ich:

&quot;Ich zum Beispiel träume von einer autofreien Stadt, in der die Straßen aufgebrochen wurden und statt stinkenden und lauten Fahrzeugen, Fahrräder zwischen Obstbäumen und Beerensträuchern passieren. Ich träume von einer Welt in der Kindererziehung als Aufgabe der Gemeinschaft angesehen wird und die Menschen nur noch halbtags arbeiten, um mehr Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu haben.&quot;

Er ist zu erfüllen und ich sehe es wie Du:

Die Zukunft wird schön!:)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hanna, schöner Artikel.</p>
<p>Ich muss kurz etwas klar stellen:</p>
<p>Es gibt kein politisches System, nur einen politischen Organismus.<br />
Die Institutionen der heutigen Gesellschaften sind nicht von einer übermächtigen Macht in die Welt gesetzt worden, sondern im Laufe der Geschichte von Menschen erfunden, gebildet und weiterentwickelt worden. So kann man also nicht von einem in sich funktionierenden System sprechen.</p>
<p>Dein Traum ist genau die Art von Traum, die viele Menschen träumen, glaube ich:</p>
<p>&#8220;Ich zum Beispiel träume von einer autofreien Stadt, in der die Straßen aufgebrochen wurden und statt stinkenden und lauten Fahrzeugen, Fahrräder zwischen Obstbäumen und Beerensträuchern passieren. Ich träume von einer Welt in der Kindererziehung als Aufgabe der Gemeinschaft angesehen wird und die Menschen nur noch halbtags arbeiten, um mehr Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu haben.&#8221;</p>
<p>Er ist zu erfüllen und ich sehe es wie Du:</p>
<p>Die Zukunft wird schön!:)</p>
]]></content:encoded>
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