English « Wie das Wachstum in unser Denken kam

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Mental Infrastructures: How Growth Entered the World and Our Souls
By Harald Welzer

 

In light of the recent ecological, financial and economic crisis, criticizing the all-powerful paradigm of economic growth is necessary. But growth as will and representation not only pervades corporate headquarters, stock exchanges and ministries, but also our heads. Material goods no longer serve just our basic needs for food, housing, health, education and vitality. Indeed, they shape our sense of belonging and identity. The idea of endless growth has been embedded in our emotional and cognitive lives since the Industrial Revolution. Economic innovations won’t be sufficient to make economy and society sustainable. The essay of Harald Welzer is a piece of enlightenment at its best. It makes the mechanisms and principles distinct on which our ideals and wishes are based, and clears the way for change.

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Publikation

Die Beiträge in diesem Debattenblog beziehen sich auf das Essay „Mentale Infrastrukturen. Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam.“ von Harald Welzer. Wir wollen mit diesem Blog über die Analysen und Ideen des Essays diskutieren und dabei junge Menschen zu Wort kommen lassen. Alle Leser/innen sind aber dazu eingeladen, unsere Gastbeiträge zu kommentieren und zu verlinken. Der Essay kann hier bestellt oder runtergeladen werden.

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Kunst für das „gute Leben“

Mentale Infrastrukturen

Unter „mentalen Infrastrukturen“ versteht Harald Welzer Denkparadigmen, welche geprägte sind durch Alltagsroutinen, Gewohnheiten, Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, die ihrerseits an den materiellen und institutionellen Infrastrukturen der Außenwelt gebildet sind. Beispielsweise das „Shoppen“ als Vergnügen zu sehen oder den Anspruch an sich selbst, einen guten Lebenslauf zu haben. Diese Infrastrukturen sind vor Allem von den spezifischen Produktions- und Konsumtionsverhältnissen in einer Gesellschaft abhängig und lassen sich sehr schwer verändern. Menschen werden mit diesen Leitvorstellungen geboren: Fortschritt, Freiheit, Wohlstand – und eben Wachstum