Anpassung « Wie das Wachstum in unser Denken kam

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Sebastian Werner: Anpassung und Überleben

13. September 2011, von Georg Koessler,

Betrachtet man die Natur, so stellt man relativ schnell fest, dass alle Lebensformen in Einklang mit ihrer Umgebung leben. Der Mensch tut dies nicht.
Im Laufe der Evolution haben sich Tiere und Pflanzen an die sie umgebenden Bedingungen angepasst, um überleben zu können bzw. „gut“ überleben zu können. Der Nebeneffekt dieser Anpassung ist, dass sich alles im Gleichgewicht befindet und jedes Tier und jede Pflanze eine „Funktion“ erfüllt und für das „Überleben“ des „Organismus Natur“ sorgt. Zentrale Punkte in der Natur sind somit Anpassung und Überleben.
Betrachtet man uns Menschen (in dem begrenztem Maße, wie das bei einer retrospektiven Betrachtung möglich ist), so fallen wir aus dem Rahmen. Ob wir nun angepasst an unsere Umwelt leben, darüber ließe sich wohl eine lange Debatte führen. Ich denke, wir tun es nicht. (more…)

Publikation

Die Beiträge in diesem Debattenblog beziehen sich auf das Essay „Mentale Infrastrukturen. Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam.“ von Harald Welzer. Wir wollen mit diesem Blog über die Analysen und Ideen des Essays diskutieren und dabei junge Menschen zu Wort kommen lassen. Alle Leser/innen sind aber dazu eingeladen, unsere Gastbeiträge zu kommentieren und zu verlinken. Der Essay kann hier bestellt oder runtergeladen werden.

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Kunst für das „gute Leben“

Mentale Infrastrukturen

Unter „mentalen Infrastrukturen“ versteht Harald Welzer Denkparadigmen, welche geprägte sind durch Alltagsroutinen, Gewohnheiten, Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, die ihrerseits an den materiellen und institutionellen Infrastrukturen der Außenwelt gebildet sind. Beispielsweise das „Shoppen“ als Vergnügen zu sehen oder den Anspruch an sich selbst, einen guten Lebenslauf zu haben. Diese Infrastrukturen sind vor Allem von den spezifischen Produktions- und Konsumtionsverhältnissen in einer Gesellschaft abhängig und lassen sich sehr schwer verändern. Menschen werden mit diesen Leitvorstellungen geboren: Fortschritt, Freiheit, Wohlstand – und eben Wachstum