Grenzen des Wachstums « Wie das Wachstum in unser Denken kam

Artikel getagged mit ‘Grenzen des Wachstums’

Sebastian Werner: Anpassung und Überleben

13. September 2011, von Georg Koessler,

Betrachtet man die Natur, so stellt man relativ schnell fest, dass alle Lebensformen in Einklang mit ihrer Umgebung leben. Der Mensch tut dies nicht.
Im Laufe der Evolution haben sich Tiere und Pflanzen an die sie umgebenden Bedingungen angepasst, um überleben zu können bzw. „gut“ überleben zu können. Der Nebeneffekt dieser Anpassung ist, dass sich alles im Gleichgewicht befindet und jedes Tier und jede Pflanze eine „Funktion“ erfüllt und für das „Überleben“ des „Organismus Natur“ sorgt. Zentrale Punkte in der Natur sind somit Anpassung und Überleben.
Betrachtet man uns Menschen (in dem begrenztem Maße, wie das bei einer retrospektiven Betrachtung möglich ist), so fallen wir aus dem Rahmen. Ob wir nun angepasst an unsere Umwelt leben, darüber ließe sich wohl eine lange Debatte führen. Ich denke, wir tun es nicht. (more…)

Einleitung zur Debatte

6. Mai 2011, von Georg Koessler,

Die Diskussion bringt den Stein ins Rollen

Die Wachstumsdebatte wird derzeit im Land verstärkt geführt und immer öfter finden sich Beiträge rund um dieses Thema auch in Mainstream-Medien. Fast 40 Jahre nach dem legendären Report des Club of Rome zu den „Grenzen des Wachstums“ stellen wir uns mit neuer Dringlichkeit heute fast die gleichen Fragen. Die prognostizierten ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen wie Klimawandel, Ressourcenkonflikte oder die sog. „Bubbles“ (z.B. auf dem Immobilienmarkt) sind eingetreten und verschärfen sich zusehens. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise von 2009/2010 hat den globalen Diskurs nachhaltig beeinflusst. Auch wenn die entscheidenden Reformen (noch) ausbleiben, so dürfen die Menschen wieder grundsätzlichere Fragen stellen, ohne ein Kopfschütteln zu ernten. (more…)

Publikation

Die Beiträge in diesem Debattenblog beziehen sich auf das Essay „Mentale Infrastrukturen. Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam.“ von Harald Welzer. Wir wollen mit diesem Blog über die Analysen und Ideen des Essays diskutieren und dabei junge Menschen zu Wort kommen lassen. Alle Leser/innen sind aber dazu eingeladen, unsere Gastbeiträge zu kommentieren und zu verlinken. Der Essay kann hier bestellt oder runtergeladen werden.

Mitmachen? / Participate?

Du kannst bei dieser Blogdiskussion mitmachen! Kommentiere die Artikel oder reichen Deinen eigenen Artikel bei koessler@boell.de ein. / You can participate in this blog-discussion! Just comment any of the articles or send your own contribution to koessler@boell.de.

Kunst für das „gute Leben“

Mentale Infrastrukturen

Unter „mentalen Infrastrukturen“ versteht Harald Welzer Denkparadigmen, welche geprägte sind durch Alltagsroutinen, Gewohnheiten, Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, die ihrerseits an den materiellen und institutionellen Infrastrukturen der Außenwelt gebildet sind. Beispielsweise das „Shoppen“ als Vergnügen zu sehen oder den Anspruch an sich selbst, einen guten Lebenslauf zu haben. Diese Infrastrukturen sind vor Allem von den spezifischen Produktions- und Konsumtionsverhältnissen in einer Gesellschaft abhängig und lassen sich sehr schwer verändern. Menschen werden mit diesen Leitvorstellungen geboren: Fortschritt, Freiheit, Wohlstand – und eben Wachstum